27. September 2025 – Im interkulturellen Garten in Beckum wächst Verständnis

21 Beete, internationale Rezepte und Begegnungen: Neubeckum erlebt mit dem interkulturellen Garten einen Ort des Austausches. 

Folgender Bericht war am 27.09.2025 in „Die Glocke“ Beckum zu lesen.

Im interkulturellen Garten in Neubeckum wächst mehr als nur Gemüse: Hier entstehen Freundschaften, Austausch und Verständnis. Beim Tag der offenen Tür in dieser Woche ist deutlich geworden, wie Menschen aus verschiedenen Kulturen gemeinsam ein Stück Heimat gestalten. Der Aktionstag hat im Rahmen der interkulturellen Woche stattgefunden.

Jeder kann dazu gehören 

„Es ist schön, wenn man sieht, was daraus geworden ist“, sagt Annemarie Koblentz vom interkulturellen Garten. Die Planung für ein solches Projekt sei bereits in den Jahren 2015 und 2016 angefangen. Die Suche nach einem passenden Ort für den Garten gestaltete sich zunächst etwas schwieriger, doch schon bald sollte die Fläche neben dem heutigen Pumptrack gefunden werden. „Im März 2017 haben wir dann den Zaun gebaut. Da haben 90 Leute mitgeholfen“, berichtet Annemarie Koblentz stolz im Gespräch mit der „Glocke“. Auch Salman Icho erinnert sich noch gut an die Anfänge des interkulturellen Gartens. Er habe ebenfalls schon beim Bau des Zauns geholfen und auch seinen Sohn dabei gehabt. Im April 2017 vergaben sie dann Gartenbeete an Interessierte. „Es ist wichtig, Interesse zu zeigen und jedem klar zu machen, dass er dazu gehören kann“, betont Annemarie Koblentz weiter.

Tomaten, Erdbeeren, Blumen und vieles mehr

Im interkulturellen Garten bepflanzen beispielsweise Menschen aus der Ukraine, Rumänien, Moldau, Russland oder der Türkei ihre Beete. Ob Tomaten, Mais, Himbeeren, Erdbeeren oder jegliche Blumenarten – im interkulturellen Garten finden sich so einige Gewächse wieder. Ein Mitglied hat sich sogar ein eigenes Häuschen für den Anbau von Tomaten gebaut. „Wir haben dieses Jahr 16 Kilogramm Erdbeeren geerntet“, berichtet Annemarie Koblentz. Daraus haben sie Erdbeermarmelade gemacht, die die Besucher am Tag der offenen Tür mit nach Hause nehmen konnten. Dazu gab es selbst zusammengestellten Tee von Werner Koblentz aus verschiedenen Kräutern.

Der interkulturelle Garten verfügt über 21 Beete. In einem Bauwagen verstauen die Gärtner ihre Utensilien. Diesen reparierten sie im Jahr 2017, und der kolumbianische Künstler Jorge Hidalgo machte daraus ein besonderes Kunstwerk. Darüber hinaus gibt es in dem Garten verschiedene überdachte Sitzmöglichkeiten, die zum Verweilen einladen. Unterstützt werden Mitglieder vom Verein „anders-ackern e.V.“. 

Mitten im Grünen: Das Foto zeigt (v. l.) Annemarie Koblentz, Lara Holz, Hannelore Streitmater, Erik, Halyna Molzhiuk, Sven Schneider, Tessa Rentrup-Wintergalen, Marei-Liselotte Feile, Sabrina Stroppiana, Werner Koblentz und Salman Icho, Fotos: Möllers