anders ackern e. V.

In dem Verein „anders ackern“ haben sich Menschen zusammengefunden deren Ziel es ist, ein Bewusstsein für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu schaffen. Wir sind bestrebt dieses Bewusstsein in unserem direkten Umfeld und in der Öffentlichkeit weiter zu verbreiten. Dies geschieht durch soziale Projekte, Kooperationen und durch Bildungsarbeit.

Uns ist die nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln nach ökologischen Grundsätzen ein wichtiges Anliegen. Wir möchten gemeinsam als Verbraucher und Erzeuger diese Landwirtschaft und die Versorgung mit Nahrungsmitteln weiterentwickeln und öffentlich sichtbar machen.

Höfe und Gärten können wertvolle Orte für pädagogische und bildungspolitische Arbeit und Integration sein. Das möchten wir nutzen und stärken.

Das Herz von „anders ackern“: Der Laakenhof

Gemeinsam mit den Landwirtinnen und Gärtnerinnen, die auf dem Laakenhof in Enniger (Münsterland) leben und arbeiten, setzen wir uns für Bodenfruchtbarkeit, Artenvielfalt und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein. Wir unterstützen eine ökologische und kleinbäuerliche Landwirtschaft, die respektvoll mit Boden, Pflanzen und Tieren umgeht und zur regionalen Ernährungssicherheit beiträgt.

Der Laakenhof praktiziert eine enkeltaugliche Landwirtschaft schon seit mehr als 25 Jahren. Natur- und Umweltschutz sowie Artenvielfalt in der Landwirtschaft, die Erhaltung alter Nutztierrassen und ressourcenschonende Betriebskreisläufe sind wichtige Aspekte dieses Betriebskonzepts.

Der Laakenhof zeigt: Eine andere Landwirtschaft ist möglich und findet bereits statt.

Die Seminarküche und die gläserne Käserei

Auf der Hofstelle wurde die Käserei völlig neu aufgebaut. Sie versteht sich als „gläserne Käserei“. Durch große Fenster ist es allen Interessierten möglich, die handwerkliche Herstellung der verschiedenen Käsesorten des Laakenhofes zu beobachten.

In der angrenzenden Seminarküche werden Seminare, Fortbildungen und Veranstaltungen durchgeführt, in denen die Verarbeitung der gesamte Produktpalette des Laakenhofs gezeigt wird.

Der Permakulturgarten

Auf der zur Straße gelegenen Wiese, direkt an der Hofstelle ist ein Permakulturgarten entstanden. Es ist ein „essbarer Permakultur-Waldgarten“ und wurde unter professioneller Anleitung angelegt. Er wird von einer Gruppe aktiver und interessierter Menschen gepflegt und betreut.

Der Garten ist stets für alle Besucher geöffnet.

Der Interkulturelle Garten in Neubeckum

Im Jahr 2015 kamen sehr viele Geflüchtete nach Deutschland und auch in den Kreis Warendorf. So entstand bei Mitgliedern des Vereins „anders ackern e.V.“ die Idee, einen Garten als Ort der Begegnung für Neuzugewanderte und der hiesigen Bevölkerung zu schaffen. Die Stadt Beckum stellte dafür ein Grundstück in Neubeckum zur Verfügung. Durch das starke Engagement einiger Aktivistinnen ist so auf 1000 qm ein Gartengelände und die dafür nötige Infrastruktur entstanden.

Zu den Aufgaben des interkulturellen Gartens gehört auch die Pflege einer Apfelbaumwiese mit zwölf alten Bäumen. Sie liegt geschützt hinter der alten Volksschule in Neubeckum.

Disclaimer:

Wir beobachten, dass eine bäuerliche Landwirtschaft unter anderen auch von rechten Gruppen idealisiert wird. Wir sprechen uns deshalb ausdrücklich für eine tolerante, offene Gesellschaft aus.

„Think big, farm small!“